01.12.2017  18:18

Und wenn ich (erreicht) habe, was ich wollte, habe ich Angst, es wieder zu verlieren (ein kleiner Fehltritt nur, glaube ich dann).

 

01.12.2017  18:21

Ihre Stirn ist so glatt, wohingegen meine, na ja, du magst die Falten …

 

03.12.2017  15:11

»… und bedachten die Menschen um sich herum mit herzlichen Blicken.«
(Quelle: Knausgård, Karl Ove: Leben. Luchterhand Literaturverlag, München 2014, S. 261)

 

03.12.2017  16:30

Manchmal halte ich diese innere Unruhe (woher auch immer sie kommt, wodurch auch immer sie ausgelöst wird, ob körperlich, gedanklich, oder körperlich-gedanklich) nicht so gut aus …

 

05.12.2017  07:43

Ein Schild wäre praktisch: Heute bitte vorsichtig mit mir umgehen! Danke! (Und sofort habe ich dich im Ohr, ich könne noch nicht wissen, wie der Tag werde, und ja, das stimmt wohl …)

 

05.12.2017  17:56

Gestern der junge Mann in der Bahn, der mir einfach an den Beutel greift, den ich vor der Brust tragen muss, und, den Schriftzung mit dem Finger abfahrend, meint: »Cool, Antilopen Gang«, woraufhin ich nur nicke und Ja stammele, wir beide zurückbleiben mit roten Köpfen. – Heute die Zigarette, die im Wind bis zum letzten Rand verglüht und als Stummel fast meine Fingerspitzen verbrennt. – Dazwischen eine kurze Nacht (du fehlst), Selbstvorwürfe, der wohlige Geruch deines Weichspülers, die Erinnerung an liebe Worte gestern, die Wiederentdeckung eines Albums (das habe ich damals doch noch gar nicht verstanden), das zweimalige Beine-Übereinanderschlagen und sofortige Auflösen dieser Sitzposition, eine liebe Nachricht von dir (unbeantwortet), die Imitation einer anderen Stimmung, eine vorsichtige Berührung an der Schulter, das Übersehen offensichtlicher Fehler (mehrfach, mindestens zweimal), die Frage nach der Priorität, ein abgerissener Fingernagel.

 

05.12.2017  18:22

»Ein Bewusstsein der Fülle«, dachte ich heute Morgen und eben wieder, ja, genau.

 

06.12.2017  19:40

Als ob es nur Karrieregeilheit oder Müslifressen gäbe … (Da gibt es doch noch etwas, oder?)

 

07.12.2017  09:08

Die Müdigkeit, der kalte Wind, ich weiß es nicht – jedenfalls ein dünner Tränenfilm an den unteren Lidern.

 

07.12.2017  19:00

Du bist alles, was ich gern sein würde!

 

08.12.2017  07:57

Es sind die großen Augen, glaube ich, die ihrem Gesicht einen beneidenswert wachen Ausdruck verleihen (aber was weiß ich schon).

 

08.12.2017  07:59

Kannst du ruhig S. erzählen: Gestern hatte ich einen richtig guten Tag auf Arbeit!

 

08.12.2017  08:00

Und immer wieder: »ein Bewusstsein der Fülle«.

 

08.12.2017  13:25

Der Imbissunterstand ist heute wie eine Vogelvoliere – die gierigen Spatzen tschilpen laut aus allen Ecken.

 

10.12.2017  19:44

Der Geruch nach Schnee.

 

10.12.2017  22:00

»When I woke up I stood beneath an orange sky.«

 

11.12.2017  18:14

Als ob ich etwas vergessen habe, ich kurz nicht da gewesen bin, etwas Schlimmes unterdessen passiert ist …

 

11.12.2017  18:16

»Ein Bewusstsein der Fülle«, nicht des Mangels.

 

12.12.2017  17:12

Kennst du das, wenn der Kopf so fahrig ist, dass du glaubst, etwas vergessen, übersehen, einen Fehler gemacht zu haben? (Ja, heute wieder …)

 

12.12.2017  17:50

Ein Gedicht:
 
irgendwas ist
immer, na klar

 

12.12.2017  17:53

»… denn das Gehirn denkt, auch wenn wir denken, dass wir nichts denken.«

 

12.12.2017  19:25

Es interessiert ja doch keinen, ob ich noch frische Wäsche habe …

 

13.12.2017  12:47

Die Sonne scheint
immer ist
mein Gemüt irgendwie
na klar.

 

15.12.2017  08:51

»Häng nicht mit Schmutz rum und werd selbst keiner …«

 

19.12.2017  14:24

Vielleicht ja so: eine (poetische?, ästhetische?) Kraft schöpfen aus dem Minoritären (dem – vermeintlich – Mangelhaften?).

 

19.12.2017  14:30

Ich lüge nicht, aber – natürlich – spreche ich nicht die Wahrheit.

 

19.12.2017  14:32

(Bleibt: Ist die Fiktion, wenn nicht die, schon eine Wahrheit?)

 

19.12.2017  14:33

(Die Wahrheit der Wahrnehmung?)

 

19.12.2017  14:44

»Das ist alles egal, das sind alles nur Zahlen …«

 

19.12.2017  14:49

(Die Störung, die nicht länger stört …)

 

19.12.2017  14:54

»Ich muss das nur kurz klären, mehr für mich: Das interessiert mich nicht!«

 

20.12.2017  07:49

Es wurde immer wieder versucht, sich auf eins zu einigen – das Prolbem nur: Es gibt nicht eins.

 

21.12.2017  07:38

»Alles, was bleibt, ist die Entscheidung ohne Ziel.«

 

21.12.2017  09:10

»Stolz, tapfer und blind.«

 

23.12.2017  10:49

»Wir werden niemals fertig sein.« (Du und ich – kein Tag ohne!)

 

25.12.2017  20:11

Warum habe ich mich sogleich gekränkt gefühlt? (Ja, du hast wohl recht, ich war picky …)

 

25.12.2017  20:12

Sein Jähzorn ist mein Jähzorn …

 

27.12.2017  10:21

Ein bisschen abgerückt (mein Name steht da, nun gut) …

 

28.12.2017  18:01

Ich kann das Läuten der Glocken wieder hören.